Internationale Erfahrung: Berufliche Aussichten, persönliche Einsichten – eine Navigationshilfe 

Perspektivenwechsel und Horizonterweiterung: Internationale Erfahrung bedeutet neben der beruflichen Schlüsselqualifikation vor allem einen persönlichen Gewinn.
Internationale Erfahrung – ob im Rahmen eines Studiums, Praktikums oder eines beruflichen Auslandsaufenthaltes – stellt eine Schlüsselqualifikation dar, denn sie steht als Synonym für interkulturelle Kompetenz, Flexibilität, Mobilität, Offenheit für Neues und Selbstständigkeit. Diese Navigationshilfe bietet Kurzinfos und Webtipps zu Studieren und Arbeiten im Ausland, vom Bildungsprogramm für Lebenslanges Lernen über Praktika, Förderungen, Stipendien, Sprachtests bis hin zu dem neuen Erasmus-Programm für JungunternehmerInnen.

Studium

Mittlerweile gibt es an allen Universitäten und Fachhochschulen Austauschprogramme und Kooperationen mit Partnerinstitutionen im Ausland. Konkrete Informationen zum Studium im Ausland bieten die internationalen Büros an Universitäten und Fachhochschulen.

Erasmus & Co – Lebenslanges Lernen

Über 4.000 österreichische StudentInnen nutzen jährlich das europäische Austauschprogramm Erasmus für einen drei- bis zwölfmonatigen Auslandsaufenthalt. Seit Beginn 2007 läuft das EU-Bildungsprogramm für Hochschulbildung (Erasmus) – gemeinsam mit den Programmen für Schulbildung (Erasmus), Berufsbildung (Leonardo da Vinci) und Erwachsenenbildung (Grundtvig) sowie Querschnittsprogrammen und einem neuen Programm (Jean Monnet) mit Schwerpunkt europäische Integration – unter dem Namen Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen.
www.lebenslanges-lernen.at
Koordiniert wird das Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen vom Österreichischen Austauschdienst (ÖAD). Das ist aber nur eine Tätigkeit des ÖAD – neben einer Vielzahl von anderen internationalen Bildungs- und Wissenschaftskooperationen mit Schwerpunktbereich internationale Mobilität. Auf der Homepage des ÖAD finden Sie Informationen zu den einzelnen Tätigkeiten und Programmen, sowie eine umfangreiche Stipendien- und Forschungsförderungsdatenbank.

Der ÖAD informiert und berät als Nationalagentur zu EU-Bildungs- und Ausbildungsprogrammen:
  • Lebenslanges Lernen
  • Tempus
  • Drittstaatenprogramme der EU
  • Erasmus Mundus
Weitere Tätigkeitsfelder des ÖAD sind die Durchführung von Stipendienprogrammen und Betreuung der StipendiatInnen, das National CEEPUS (Central European Exchange Program for University Studies) Office, Informationsleistungen und Beratung, Expertenfunktion, Lobbying, Vernetzung und Kooperation und Wohnraumvermittlung.
www.oead.at

Praktikum

Internationale StudentInnenorganisationen unterstützen Studierende und JungakademikerInnen bei der Vermittlung von Praktika im Ausland. Die folgenden Organisationen richten sich an unterschiedliche Zielgruppen – nach fachlichen Qualifikationen und Schwerpunkten:

Förderungen, Stipendien, Programme

Der Anstieg der akademischen Mobilität führte auch zu einer Erweiterung des Angebots an Fördermöglichkeiten. Ansprechpartner für Stipendien und Zuschüsse in Österreich sind verschiedene Stellen wie das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, der Österreichische Austauschdienst (ÖAD), Universitäten, Fachhochschulen, aber auch private Organisationen. Die Vergabe von finanziellen Zuschüssen ist meist an strenge Vorgaben gebunden. Grundsätzlich gilt, je besser die Information und Vorbereitung, desto höher sind die Chancen, einen Zuschuss bewilligt zu bekommen. Beachten Sie die Vorlaufzeit und Planungsphase von rund einem Jahr vor Beginn des Auslandsaufenthalts.
www.scholarships.at

Erasmus für JungunternehmerInnen

Seit Februar 2009 können auch JungunternehmerInnen und vor der Gründung stehende UnternehmerInnen im Rahmen des Erasmus-Programms für JungunternehmerInnen EU-weit Auslandserfahrungen sammeln. Das von der EU geförderte Programm führt JungunternehmerInnen und erfolgreiche europäische Klein- und Mittelbetriebe zusammen, mit dem Ziel eines europaweiten Know-how-Transfers und Erfahrungsaustausches.

Zielgruppen sind einerseits UnternehmerInnen, die vor der Gründung stehen bzw. nicht länger als drei Jahre als Start-up tätig sind (Nascent Entrepreneurs), anderer- seits GastunternehmerInnen, erfolgreiche Wirtschaftstreibende, die Klein- und Mittelbetriebe führen (Host Entrepreneurs). Teilnehmen können Jung- und Gastunternehmen (Klein- und Mittelbetriebe) aller Sparten. Der Aufenthalt kann bis zu sechs Monate dauern, gefördert werden Reise- und Unterkunftskosten.

Das Programm wird in Österreich von der Jungen Wirtschaft koordiniert. Interessierte können sich unter www.erasmus-entrepreneurs.eu für das Programm bewerben und Kontakt zu ihrer Vermittlungsstelle aufnehmen, die ein Matching zwischen den TeilnehmerInnen durchführt.
www.erasmus-entrepreneurs.eu
www.jungewirtschaft.at
www.eurochambres.be
Autor: red.